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Bericht

9. März 2010

Internationaler Frauentag

Die Benachteiligungen von Frauen auf dem Arbeitsmarkt hat die Fraktion anlässlich des Frauentages mit einer Aktion auf dem Bremer Marktplatz kritisiert. Derzeit arbeiten 30 Prozent der Frauen im Land Bremen im Niedriglohnbereich. Viele sind auf ergänzendes Arbeitslosengeld angewiesen. Ihnen droht Altersarmut. Obwohl Frauen oft die besseren Schulabschlüsse haben, werden sie im Beruf schlechter bezahlt: Bremerinnen verdienen im Schnitt 24 Prozent weniger als Männer. In den Chefetagen sind Frauen absolute Mangelware. Den Unternehmen geht mit dieser Männerwirtschaft viel kreatives Potenzial verloren.

Um auf die Benachteiligung von Frauen hinzuweisen, haben die Grünen unter dem Motto ‚Lasst die Frauen nicht hängen‘ auf dem Marktplatz zwei Wäscheleinen gespannt – eine hinter einem Sackgassenschild mit typischen Berufsutensilien aus dem vor allem weiblichen Niedriglohnsektor (Feudel, Kasse etc.) und eine hinter einer ‚Aufstiegstreppe‘ mit Symbolen für die berufliche Gleichberechtigung (Hammer, Chefin-Kostüm etc.). Die frauenpolitische Sprecherin Doris Hoch verteilte gemeinsam mit den Abgeordneten Silvia Schön, Björn Fecker, Dirk Schmidtmann und Frank Willmann Blumen und Flyer mit einem Forderungskatalog an PassantInnen.

Die Grünen setzen sich u.a. dafür ein:

  • existenzsichernder Mindestlohn
  • gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit
  • Qualifizierungsprogramme für den beruflichen Aufstieg
  • Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft
  • Ausbau der Kinderbetreuung und Ganztagsschulen
  • familienfreundliche Unternehmensstrukturen