Bündnis 90/Die Grünen - Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft

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Bericht

5. März 2010

Grüne besichtigen Standorte für Offshore-Hafen

Wo könnte der neue Hafen entstehen, über den der Umschlag von Bauteilen für Offshore-Windkraftanlagen erfolgen soll? Darüber informierte sich Matthias Güldner, Fraktionsvorsitzender der Bürgerschaftsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, zusammen mit den Bürgerschaftsabgeordneten Doris Hoch, Frank Willmann, Maike Schaefer, Stadtverordneten-Fraktionschef Ulf Eversberg und der Bremerhavener Fraktionsgeschäftsführerin Anke Krein jüngst in Bremerhaven.

Ein genaues Bild von der möglichen Lage des Hafens vermittelte den Abgeordneten Nils Schnorrenberger von der Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung (BIS). Nach Abschluss eines umfangreichen Prüfverfahrens kommen aus Sicht des Senats und der BIS noch zwei Standorte für den Bau des Hafens infrage: Einer liegt am nördlichen Ende des Fischereihafens, der andere am Erdmannssiel auf der Luneplate.

Ohne Probleme wären diese Vorhaben nicht umzusetzen. Die Nord-Variante bietet wenig Platz. Hier müsste ein Kompromiss gefunden werden zwischen den vor Ort angesiedelten Gewerbebetrieben, dem angrenzenden Flughafen und naturschutzrechtlichen Bedenken. Die Belange des Naturschutzes stehen auch der Süd-Variante entgegen: Der Standort Erdmannssiel befindet sich inmitten eines europäischen Naturschutzgebietes.

Solange nicht geklärt ist, wo und wann der neue Hafen gebaut wird, soll am Containerterminal I Platz für die Montage und Verladung der Windkraftanlagen-Bauteile geschaffen werden. Dazu muss der Containerterminal von Eurogate und MSC-Reederei vorübergehend nach Norden verlegt werden.

„Bis zum Sommer sollten wir uns festgelegt haben. Bis dahin muss der Senat die erforderlichen Prüfungen beendet haben. Für uns Grüne ist wichtig, dass wir eine Balance zwischen Ökonomie und Ökologie hinbekommen. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir am Ende des Verfahrens eine zufriedenstellende Lösung haben werden, die den wirtschaftlichen Interessen genauso entgegenkommt, wie den naturschutzrechtlichen Erfordernissen. Eins ist aber sicher: Wir Grüne wollen diesen Hafen“, so Matthias Güldner.

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