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Bericht

11. Februar 2010

Grüne: OT Bremen kann mit Unterstützung beim Turnhallenbau rechnen

Besuch beim OT Bremen (v.l.): Zarah Mohammadzadeh, Björn Fecker

  
Der TSV Osterholz-Tenever (OT Bremen) kann mit einer neuen Sporthalle rechnen. Das hat jetzt Björn Fecker, sportpolitischer Sprecher der Grünen, gemeinsam mit der Osterholzer Abgeordneten Zahra Mohammadzadeh bei einem Treffen mit den OT-Vorsitzenden Ute Brunzel und Wolfgang Marth bestätigt. „Die Frage ist nicht mehr ob, sondern nur noch wann die neue Halle entstehen soll und wie die Finanzierung aufgeteilt wird. Wir werden uns dafür einsetzen, dass der Spatenstich so schnell wie möglich erfolgt“, betont Björn Fecker.

Bisher stehen dem Verein neben einer älteren Dreifeld-Sporthalle nur Schulsporthallen zur Verfügung. Diese werden aber unter der Woche in der Regel erst ab 16 Uhr frei. OT Bremen will sein Angebot indes vor allem vormittags ausbauen, um mehr Mitglieder zu gewinnen. Die neue Halle soll nach Vorstellung des Vorstands für den ganzen Stadtteil geöffnet werden. Der Bedarf sei groß. Geplant sind laut  Ute Brunzel u.a. Mutter-Kind-Kurse sowie Frühsport für SeniorInnen. Auf jeden Fall soll die neue Halle geeignet sein für Gymnastik- und Fitnesskurse.

Aufgrund des knappen Etats, der dem OT Bremen zur Verfügung steht, hofft der Vorstand auf eine weitestgehende Finanzierung aus öffentlichen Mitteln und hat bereits alle entsprechenden Anträge für 2010 gestellt. Wahrscheinlicher ist laut Björn Fecker aus finanzpolitischen Gründen jedoch der Baubeginn frühestens im kommenden Jahr. „Bei den knappen Kassen wird dies eine richtige Kraftanstrengung, die nicht ohne eine Beteiligung des Vereins gehen wird“, nimmt Fecker den Verein aber auch in die Pflicht.

Der OT Bremen hat momentan rund 2100 Mitglieder und bietet Sport in 16 Abteilungen an, darunter auch ein Boxclub für Kinder und Jugendliche aus Migrantenfamilien. Im Stadtteil ist der Verein eine wichtige Einrichtung, die allen sozialen Gruppen offen steht. So gibt es beispielsweise einen speziellen Fitnesskurs für türkische Frauen. Wolfgang Marth versichert dass „Integration durch Sport im Verein alltägliche Normalität“ sei. Allerdings gebe es auch manche Schwierigkeiten. So müsse etwa die Akzeptanz des Boxclubs vereinsintern noch gestärkt werden. Auch müssten weitere Kontakte geknüpft werden. Etwa zum Frauengesundheitstreff Tenever, um besonders muslimischen Frauen den Zugang zu Angeboten zu erleichtern.

Zahra Mohammadzadeh ermutigte den OT Bremen, trotz Anlaufproblemen am Boxclub festzuhalten. „Das Boxangebot kann einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Selbstbewusstseins von MigrantInnen leisten. Außerdem trainieren junge Menschen dabei einen fairen und respektvollen Umgang. Der Sport unterstützt junge Menschen, auch im Alltag Disziplin zu lernen. Der OT Bremen leistet gerade in einem Stadtteil wie Osterholz mit seinen Angeboten einen wichtigen Beitrag, die verschiedenen sozialen Gruppen zusammenzubringen“, so die integrationspolitische Sprecherin der Grünen.

Ein Bericht von Lotte Blumenberg.

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