Springe direkt zu: Contentbereich, Hauptnavigation, Suche
Sie sind hier:

Bedenkenträger treffen die Macher der SG Oslebshausen (SGO) derzeit zuhauf. Anlass für viele vereinsinterne Diskussionen ist die geplante Fusion mit einem anderen bekannten Bremer Verein – dem TV Grambke. Grund genug für den Grünen Sportpolitiker Björn Fecker gemeinsam mit den Gröpelinger Abgeordneten Mustafa Öztürk und Dieter Steinfeld, Grünes Beiratsmitglied, dem Verein einen Besuch abzustatten und sich über die aktuelle Entwicklung informieren zu lassen.
Der 2. Vorsitzende Peter Schmidt und Geschäftsführer Holger Bussmann skizzierten neben dem Fahrplan für die Fusion auch die Befürchtungen angesichts der unterschiedlichen Finanzlage beider Vereine. Die SG Oslebshausen ist mit knapp 2000 Mitgliedern in 20 Sportarten breit aufgestellt. Eine klare Orientierung auf den Ortsteil und neue Angebote wie das Fitnessstudio oder Sport und Geselligkeit für Senioren zeichnen die Stärke des Vereins aus, aktuelle Trends aufzunehmen. Trotzdem baten die Vereinsvertreter um klare Signale und verlässliche Unterstützung aus der Politik für den Verlauf der Fusion. "Wir Grünen begrüßen ausdrücklich den Weg, auf den sich beide Vereine gemacht haben. Wir sind auch bereit, diesen bei Bedarf zu unterstützen", so Björn Fecker.
Auch eines anderen Projektes wollen sich die Grünen annehmen. Die Hallenkapazitäten im Bremer Westen sind geringer als der Bedarf. Die Folge: Gerade die Mannschaftssportarten müssen erhebliche Einschnitte bei ihren Trainingszeiten hinnehmen. Für den Oslebshauser Sportverein sind zwei Alternativen denkbar – bisher allerdings haben sie für keine verlässliche Aussagen der Bremischen Verwaltung erhalten. Sowohl ein Hallenneubau als auch die Übernahme der Halle am Hohweg können sich die Oslebshauser vorstellen. Für Mustafa Öztürk, in der Fraktion u.a. auch für Kinder- und Jugendpolitik zuständig, eine unverständliche Haltung: "Die SGO leistet für den Ortsteil erhebliche Sozialarbeit. Solch ein Verein muss unterstützt werden, zumindest aber verlässliche Aussagen aus den Ressorts erhalten."
Trotz des freundlichen Gesprächs mussten die Grünen auch Kritik einstecken. Wenig Verständnis zeigten die Vereinsvertreter für die Änderung des Lotteriegesetzes. Eine Kürzung der Sportförderung werde damit Vorschub geleistet. Sie ließen sich auch von der Sichtweise der Grünen, dass damit das Ziel einer verlässlichen Förderung unabhängig von der Höhe der Wettmitteleinnahmen verfolgt werde, von ihren Bedenken nicht abbringen. Angesichts drastisch sinkender Wettmitteleinnahmen wird in den Haushalten 2010 und 2011 ein fester Betrag - unabhängig von einer weiteren negativen Entwicklung der Einnahmen - eingeplant. Sollten die Glücksspieleinnahmen in den kommenden zwei Jahren wider Erwarten höher ausfallen, soll es einen entsprechenden Nachschlag geben. "Mit dieser Regelung schaffen wir Planungssicherheit für die Vereine, Verbände und Initiativen. Bisher war zu Jahresbeginn immer unklar, wie viel Geld zur Verfügung stehen würde. Förderbeschlüsse standen immer unter dem Vorbehalt entsprechender Wettmitteleinnahmen. Jetzt ist die Summe zu Jahresbeginn klar und kann fest verplant werden", betont Björn Fecker die positive Wirkung der Gesetzesänderung.