Bündnis 90/Die Grünen - Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft

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Bericht

18. Dezember 2009

Grüne wollen Zertifikat für barrierefreie Geschäfte auf den Weg bringen

Ältere Frau beim Einkaufen [Quelle: ©iStockphoto.com/RapidEye]

   
Ob schwer überschaubare Telefonverträge und Finanzprodukte oder auch schmale Supermarktgänge – gerade für ältere Menschen sind das große Herausforderungen. Um ihnen das Leben leichter zu machen, wollen die Grünen aktiv werden. „Wir brauchen einen besseren und umfassenderen Verbraucherschutz“, so Karin Mathes jüngst bei einer Podiumsdiskussion der Bürgerschaftsfraktion. Als ersten Schritt kündigte die verbraucherschutzpolitische Sprecherin der Grünen eine Initiative zum generationengerechten Einkaufen an.

In einer immer komplexer werdenden Welt müssen VerbraucherInnen vielfältige Entscheidungen treffen. Dabei fällt es oft schwer, den Überblick zu behalten. „Wir müssen für objektive Aufklärung und unabhängige Interessensvertretung sorgen. Je leichter und objektiver sich die Menschen informieren können und je besser sie beraten werden, desto selbstbestimmter können sie als KonsumentInnen auf dem Markt agieren. Umso weniger werden sie über den Tisch gezogen“, unterstrich Karin Mathes.

Laut Lovis Wambach von der Bremer Verbraucherzentrale werten immer mehr Unternehmen die Adressdaten systematisch nach Alter aus. Manche würden gezielt an ältere Menschen in der Absicht herantreten, sie zu betrügen. Um belastbare Daten zu erhalten, so Verbraucherzentrale-Geschäftsführerin Irmgard Czarnecki, müssten betrügerische Geschäfte mit älteren Menschen bundesweit erfasst werden. Angesichts des Trends zum bewussten Ausnutzen von Altersschwächen forderte Gerd Feller von der Bremer Seniorenvertretung einen verbesserten Verbraucherschutz für ältere Menschen. Er befürwortete ebenfalls eine Initiative zur Förderung des generationengerechten Einkaufens. Barrierefreie Geschäfte mit genügend Platz zwischen den Regalen oder auch Sitzgelegenheiten kämen nicht nur älteren Menschen, sondern z.B. auch Familien mit Kinderwagen entgegen. Diese Geschäfte könnten mit einem Zertifikat ausgezeichnet werden.

Karin Mathes sicherte zu, sich für die Vorschläge in der parlamentarischen Arbeit stark zu machen. So will sie für Bremen ein Zertifikat ‚generationengerechter Einzelhandel‘ auf den Weg bringen.

 

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