Bündnis 90/Die Grünen - Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft

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Bericht

9. November 2009

Besuch bei den Gartenfreunden

GartenfreundeOrtstermin mit Vertretern des Landesverbandes der Gartenfreunde: Karin Mathes, umweltpolitische Sprecherin der Grünen, diskutierte mit Geschäftsführer Dietmar Klepatz, dem Vorsitzenden Hans-Ulrich Helms und seinem Stellvertreter Joachim Siems über aktuelle Anliegen und Probleme der KleingärtnerInnen.

Probleme beim Grünflächenmanagement

Kritik übten die Gartenfreunde an den Pflegestandards des sogenannten Rahmengrüns in den Kleingartenanlagen. Dessen Pflege und Unterhalt würden seit Jahren nur auf niedrigem Niveau betrieben. "Die Wege verwuchern und sind eine potentielle Gefahrenquelle", wie Geschäftsführer Dietmar Klepatz betonte. Karin Mathes befürwortete den Vorschlag, den Gartenfreunden Geld aus Pachten zur Verfügung zu stellen. "Stadtgrün würde die Pflege und den Unterhalt nicht mehr übernehmen, sondern die Gartenfreunde selbst. Dieser Weg ist mit dem Umweltsenator weiter zu verhandeln. Zunächst sollen die Haushaltsmittel und damit Zuwendungen an den Betrieb Stadtgrün für die Unterhaltung des Rahmengrüns jeweils im jahr 2010 und im Jahr 2011 erhöht werden", so die Bürgerschaftsabgeordnete.

Abriss der "Kaisenhäuser"

Karin MathesNach dem Krieg herrschte in Bremen großer Wohnungsmangel. Deswegen erlaubte Bürgermeister Wilhelm Kaisen das Wohnen in den Kleingartengebieten. Die sogenannten "Kaisenhäuser" entstanden. Als provisorische Unterkunft errichtet, wurden sie für Viele zur Dauerbleibe. Vor Jahren beschloss die große Koalition dann den Abriss der Häuser. Derzeit rühren sich die Bagger aber nicht - der Stadt fehlt das Geld. Rund 130 Gebäude stünden nun schon seit einigen Jahren zum Abriss bereit, erklärten die Gartenfreunde. Die Grundstücke würden derweil verwahrlosen. "Es besteht dringender Handlungsbedarf", mahnte Dietmar Klepatz an. Auch hier versprach die Bürgerschaftsabgeordnete, sich für eine Lösung einzusetzen und schlug eine Prioritätenliste vor – "damit die größten Schandflecke von der Bildfläche verschwinden", so Karin Mathes.

Modellprojekt  "Auf den Ruten"

Die Vizepräsidentin der Bürgerschaft informierte sich abschließend  über das Modellprojekt "Auf den Ruten". Es ist beabsichtigt, das Kleingartengebiet auf Wunsch des örtlich zuständigen Vereins als Wochenendhausgebiet/Freizeitgärten auszuweisen. Karin Mathes betonte, dass sie dem grundsätzlich positiv gegenüber steht. Wichtig sei aber, den Modellcharakter dieses Vorhabens hervorzuheben. "Es ist zu prüfen, welchen Beitrag eine solche Umwandlung zur Liberalisierung und Attraktivitätssteigerung von Kleingartengebieten leisten kann. Die Entscheidung für oder gegen ein solches Gebiet bleibt aber den Einzelvereinen überlassen" so Karin Mathes.

 

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