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Ein Highlight waren sicherlich die Beschlüsse zur Überseestadt (Planfeststellung und Bebauungsplan), mit denen nach langen und heißen Debatten und etlichen Gutachten endlich in einem ehemaligen reinen Industriegebiet Wohnen und Arbeiten möglich gemacht wurden. Die hohe Nachfrage macht das Projekt zu einem großen Erfolg, den sich alle Beteiligten ans Revers heften wollen – eine Erfolgsgeschichte mit offenbar vielen Müttern und Vätern ... Um dem Streit ein Ende zu machen: Dafür hatte die grüne Bürgerschaftsfraktion von Anfang an gekämpft!
"Änderung des Bremischen Beamtengesetzes" – hört sich langweilig an, ist es aber gar nicht: Vor vier Jahren hatte die damals regierende große Koalition dieses Gesetz dahingehend geändert, dem Bürgerschaftspräsidenten bei der Besetzung von Stellen in seiner nahen Umgebung (DirektorIn, PressesprecherIn, persönliche/r ReferentIn, Sekretariat) das gleiche Vorrecht, sie nach seinem Gusto einzustellen, einzuräumen, wie es den SenatorInnen zusteht – also ohne Ausschreibung. Damals, am 11. September 2003, war die grüne Fraktion dagegen.
Vor dem Hintergrund des Hickhacks um die Neubesetzung der Direktionsstelle mit der ehemaligen Sozialsenatorin Röpke, das Präsident Weber mit seinem Alleingang verursachte hatte, hat heute der Landtag diese Regelung wieder zurückgenommen – und, siehe da: einstimmig! Das Schöne daran ist, dass die grüne Bürgerschaftsfraktion ihre Haltung in keiner Weise ändern musste.
Vizepräsident Ravens (CDU) erklärte die Meinungskehrtwende u.a. damit, dass ein Blick in die Geschäftsordnung verdeutlicht habe, dass die Position des /der DirektorIn nicht der Unterstützung allein des Präsidenten diene, sondern des gesamten Vorstands und aller Abgeordneten. Die Erkenntnis kommt spät, zum Schaden aller Beteiligten.
Ravens und der grüne Fraktionsvorsitzende Matthias Güldner waren die einzigen, die dem vormaligen Bürgerschaftsdirektor Rainer Oellerich Dank aussprachen für fast acht Jahre Verdienste um das Ansehen der Bürgerschaft wie auch gute Wünsche für dessen Zukunft.
Gleich zwei Anträge befassten sich mit der Geschlechtergerechtigkeit und führten zu einer lebhaften Debatte: